Rhein-Sieg-Kreis

87 von 15 Wochenstunden. Der Rechtsanspruch gilt nur gegenüber Arbeitgebernmit mehr als 25 Beschäftig- ten undmuss mindestens acht Wochen imVoraus an- gekündigt werden. Beschäftigte können für die Zeit, in der sie ganz oder teilweise für die Pflege aus dem Beruf aussteigen, beimBundesamt für Familie und zi- vilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) auf Antrag ein zinsloses Darlehen aufnehmen. Es wird in mo- natlichen Raten ausgezahlt und soll dabei helfen, den entstehenden Verdienstausfall abzufedern. Das zins- lose Darlehen ist nach demEnde der jeweiligen Frei- stellung ebenfalls in Raten wieder zurück zu zahlen. Leistungen bei teilstationärer Pflege Tages- und Nachtpflege Zur Tages- oder Nachtpflege ist der Pflegebedürftige einmal oder mehrmals proWoche in einer Pflegeein- richtung, entweder tagsüber oder nachts. Die Pflege wird durch professionelles Personal sichergestellt. Je nach Pflegegrad (PG 2 bis 5) werden Kosten der pflegerischen Versorgung bis zu einer bestimmten Höhe von der Pflegekasse übernommen. Die monat- lichen Höchstbeträge können Sie der Tabelle auf Sei- te 85 entnehmen. Pflegebedürftige in Pflegegrad 1 können den Entlastungsbetrag für die Tages- und/ oder Nachtpflege einsetzen. Kosten für Verpflegung und Fahrtkosten müssen privat getragen werden. Kurzzeitpflege Viele Pflegebedürftige sind nur für einen begrenz- ten Zeitraumauf vollstationäre Hilfe angewiesen, ins- besondere zur Bewältigung von Krisensituationen, etwa nach einem Krankenhausaufenthalt. Die Pfle- geversicherung übernimmt Kosten der Kurzzeitpfle- ge für längstens acht Wochen imKalenderjahr bis zur Höhe von maximal 1.612 Euro. Dies gilt für die Pfle- gegrade 2 bis 5. Pflegebedürftige in PG 1 können den Entlastungsbetrag für die Kurzzeitpflege nutzen. Nicht verbrauchte Leistungen der Verhinderungspfle- ge (siehe Seite 86) können vollständig für die Kurz- zeitpflege verwendet werden. Dadurch kann der Be- trag für Kurzzeitpflege maximal verdoppelt werden. Übergangspflege ohne Pflegegrad Wenn zum Beispiel nach einem Krankenhausaufent- halt die ambulante Versorgung zu Hause nicht aus- reichend ist, besteht auch ohne Pflegegrad Anspruch auf stationäre Kurzzeitpflege. Informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse. Leistungen bei vollstationärer Pflege Die Pflegeversicherung zahlt bei vollstationärer Pfle- ge pauschale Leistungen für die Pflege. Die monatli- chen Höchstbeträge in den jeweiligen Pflegegraden können Sie der Tabelle auf Seite 85 entnehmen. Die Leistungsbeträge reichen jedoch nicht aus, um die Kosten der pflegerischen Versorgung vollständig zu decken. Unabhängig vom Pflegegrad ist daher ein sogenannter „Einrichtungseinheitlicher Eigenanteil“ zu entrichten. Der einheitliche pflegebedingte Eigen- anteil unterscheidet sich von Einrichtung zu Einrich- tung, so dass sich ein Vergleich lohnen kann. Die Kosten für Unterkunft, Verpflegung sowie even- tuell anfallende Investitionskosten muss der Pflege- bedürftige selbst tragen.

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